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Wohnungsbau 2026: Der Bedarf ist hoch, die Verfahren werden länger

Die Schweiz braucht rund 50'000 neue Wohnungen pro Jahr. Gleichzeitig werden Bewilligungsverfahren länger. Gute Vorbereitung wird wichtiger.

News · Oktober 2026

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René Schauff, Geschäftsführer und Senior Projektleiter der Schauff GmbH Roman Schauff, Geschäfts- und Projektleitung der Schauff GmbH

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Baukräne vor einem Sonnenuntergang, Symbolbild für den Wohnungsbau 2026

Die Schweizer Baubranche blickt mit Zuversicht auf 2026. Laut dem Schweizerischen Baumeisterverband ist das Bauhauptgewerbe 2025 um 2,1 Prozent auf knapp 23,9 Milliarden Franken gewachsen. Der Wohnungsbau legte mit 4,8 Prozent überdurchschnittlich zu. Für 2026 erwartet der Verband einen Umsatz von rund 24,4 Milliarden Franken, und der Wohnungsbau soll der wichtigste Wachstumstreiber bleiben.

Wohnungsbau: zu wenig neue Wohnungen

Trotz des Wachstums reicht die Zahl neuer Wohnungen nicht aus. Der Baumeisterverband schätzt den Bedarf auf rund 50’000 Wohnungen pro Jahr. Diese Marke wurde zuletzt 2018 erreicht. Die Folge sind tiefe Leerstände und steigende Mieten, vor allem in den Zentren und Agglomerationen.

Das Bundesamt für Wohnungswesen stellt fest, dass die Zahl der Baubewilligungen seit 2024 wieder zugenommen hat, zuletzt allerdings nur noch schwach. Eine Erholung der Wohnungsproduktion scheint möglich, ist aber kein Selbstläufer.

Vermessung auf einem Baugrundstück, Symbolbild für neuen Wohnungsbau
Vermessung auf einem Baugrundstück, Symbolbild für neuen Wohnungsbau

Längere Bewilligungsverfahren

Ein wichtiger Grund für die Verzögerungen sind die Bewilligungsverfahren. Sie werden länger, unter anderem wegen Einsprachen und weil Verdichtungsprojekte komplexer sind als Bauten auf der grünen Wiese. Wer heute ein Mehrfamilienhaus plant, muss mit mehr Abklärungen und mehr Zeit rechnen.

Auf der Kostenseite gibt es dagegen etwas Entspannung. Nach den starken Preissteigerungen der Jahre nach 2021 ist die Bauteuerung laut Bundesamt für Wohnungswesen inzwischen fast zum Stillstand gekommen. Die Schweizerische Nationalbank hat den Leitzins im Juni 2026 bei null Prozent belassen.

Hände bei der Planung eines Grundrisses für ein Wohnbauprojekt
Hände bei der Planung eines Grundrisses für ein Wohnbauprojekt

Was Bauherrschaften daraus lernen können

Wenn Verfahren länger dauern, wird die Vorbereitung entscheidend. Ein Projekt, das früh mit Behörden und Nachbarschaft abgestimmt ist, hat bessere Chancen, ohne Verzögerung bewilligt zu werden.

  • Bau- und Zonenordnung früh und genau prüfen
  • Nachbarn und Gemeinde rechtzeitig informieren
  • realistische Terminpläne mit Reserven aufstellen
  • Kosten und Finanzierung auf mehrere Szenarien auslegen
Luftbild von Boswil mit dem Boswilerhof, Beispiel für ein Wohnbauprojekt im Dorfzentrum
Luftbild von Boswil mit dem Boswilerhof, Beispiel für ein Wohnbauprojekt im Dorfzentrum

Wohnungsbau im Aargau: Chancen in den Regionen

Der Druck auf den Wohnungsmarkt ist nicht nur in den grossen Städten spürbar. Auch in Regionen mit guter Verkehrsanbindung, wie dem Raum Baden oder dem Freiamt, steigt die Nachfrage nach Wohnraum. Gemeinden mit Bahnanschluss und Nähe zu Zürich oder Zug sind besonders gefragt.

Für Bauherrschaften bedeutet das Chancen, aber auch Verantwortung. Gute Projekte fügen sich ins Ortsbild ein, nutzen das Grundstück sinnvoll und bieten Wohnungen, die zur Nachfrage passen. Das schafft Akzeptanz und erleichtert die Bewilligung.

Was heisst das für Ihr Projekt?

Als Totalunternehmerin begleiten wir Wohnbauprojekte von der Machbarkeit bis zur Übergabe, aktuell zum Beispiel den Boswilerhof in Boswil und den Stadtgarten in Baden. Mehr zur Immobilienentwicklung mit der Schauff GmbH.

Hilfreich ist auch, die Finanzierung früh zu sichern. Bei einem Leitzins von null Prozent sind Hypotheken vergleichsweise günstig, doch Banken prüfen Projekte genau. Ein sauber gerechnetes Projekt mit realistischem Zeitplan überzeugt Geldgeber und Käufer gleichermassen.

Der Wohnungsbau bleibt ein Wachstumsmarkt. Wer sein Projekt sorgfältig vorbereitet, kann die Chancen nutzen, auch wenn der Weg zur Baubewilligung länger geworden ist.

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Wir ordnen ein, was dieses Thema für Ihr Vorhaben bedeutet.

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